Von der Planung hin zum Produkt

Die formgebende Schöpfung des Architekten ist zu Ende gedacht, der Plan für den HUMID’OR zu Papier gebracht; ebenso ist das Werk der Bauingeneure getan und das innovative Innenleben komplett durchkonstruiert sowie seine tadellose Funktion in zahlreichen Laborversuchen erprobt – dem Ziel, ein Zigarrenbehältnis an der Schwelle zur Vollkommenheit zu bauen, kann also nichts mehr im Wege stehen. Oder doch? Die große Frage lautet: Wer ist in der Lage, den aufwändigen Bau nach den hohen Ansprüchen und strengen Spezifikationen von Laura Chavin Cigars auszuführen.

Soll das Ergebnis vom makellosen Oberflächenfinish bis ins kleinste konstruktive Detail mit der geforderten Vollkommenheit ausgeführt werden, muss ein ganzes Orchester von hochbegabten Handwerkern aus den verschiedensten Disziplinen perfekt harmonieren.

Wo Zedernholz und Acrylglas, Premiumfurniere und Microelektronik, Edelstahl und Klavierlacke aufeinander treffen, kommt es bei jedem einzelnen Arbeitsschritt auf ein reibungsloses Zusammenspiel an. Die Gewerke zum Bau der diversen hochwertigen Einzelteile auf verschiedene kleinere Manufakturen verteilen? Oder besser eine vielleicht ergebnislose Suche nach einem Unternehmen beginnen, das selbst im 21. Jahrhundert noch die notwendige Anzahl von handwerklichen Koryphäen aus den unterschiedlichsten Zünften unter einem Dach vereint?

Den richtigen Partner für ein solch komplexes Vorhaben zu finden, ist nicht nur deshalb schwierig, weil es sehr viel mehr auf Kompetenz als auf Kapazitäten ankommt.

Der elitäre Anspruch des gesamten Projektes setzt voraus, dass alle Mitwirkenden sich in ihrer anspruchsvollen Einstellung einig sind und gemeinsam nach der Erkenntnis arbeiten, dass höchste Qualität immer vom erfolgreichen Kampf um die Details bestimmt wird. Und die finale Hürde: Die gesuchten Mitstreiter sollten über einen umfassenden Wissensstand und viel praktische Erfahrung zu der diffizilen Wechselwirkung von Holz und Feuchtigkeit verfügen. Ein solches Aufeinandertreffen ist in der Regel eher unerwünscht, im Humidor jedoch bedeutet dies eine segensreiche Allianz für das ideale Zigarrenklima.


Einzigartigkeit der Bauweise

Die spanische Zeder / Cedro – bei der es sich um ein Laubgehölz handelt - wird massiv, wie natürlich gewachsen, verarbeitet. Dieses konsequent auch dort, wo das Auge nicht hinsehen kann. Grundsätzlich werden nur die unteren sieben Meter des Baumstammes verwendet, die vor der Verarbeitung im Humidor über Jahre hinweg eingelagert werden. Dieses ist notwendig um die hohe Qualität des Massivholzes zu gewährleisten.

Wenn Furniere eingesetzt werden, dann nur luxuriöse Premiumfurniere, die auf den Massivkorpus aus Spanischer Zeder aufgebracht werden. Völlig ausgeschlossen wird die weit verbreitete Methode, zum Teil täuschend echtes Dickfurnier auf schlichte MDF-Platten (Pressmaterial aus verleimten Holz- und Kunststoffstaub) aufzuleimen. Ganz außen vor ist auch die andere Technik, Hölzer wie Okkume, Tiame oder Bosse zu nehmen und diese dann mit Zedernholzöl künstlich zu parfümieren. Die klimatischen Eigenschaften solcher Konstruktionen befinden sich in einer ganz anderen Liga als ein Erzeugnis aus 100% Spanischer Zeder.

Materialien mit Bedacht gewählt

Der HUMID’OR wird aus gutem Grund so und nicht anders gebaut: Das Holz lebt! Es ist ungebändigt und so lebendig wie eine gute Premiumzigarre selbst. Es erfüllt zuverlässig die anspruchsvollsten Anforderungen, die man an ein Humidorholz stellen kann: So hält sich der charakteristische Duft der Spanischen Zeder über eine lange Zeit und ist nicht schon nach kürzer Zeit verflogen; auch ist der im Holz enthaltene Anteil an ätherischen Ölen so hoch, dass zum Beispiel über viele Jahre hinweg Schimmelbildung auf natürliche Weise verhindert wird.

Obwohl die Spanische Zeder weder Harzkanäle noch Harzgallen besitzt, ist sie in der Lage, unvermittelt zu harzen. Dieses Phänomen tritt nach keinen nachvollziehbaren Gesetzmäßigkeiten auf – das Ausharzen kann unmittelbar nach dem Schnitt, später bei der Verarbeitung oder erst nach vielen Jahren auftreten. Wichtig dabei immer: Dieses minimale Harzen ist ein Qualitätsmerkmal. Was die echten Kenner daran besonders freut: Dieser Vorgang ist der Qualität der gelagerten Cigarren alles andere als abträglich. Wer einem hochwertigen Humidor auf den Grund geht und nicht auf massive Spanische Zeder stößt, weiß nun Bescheid.

Klavierlack-Oberflächen in meisterlicher Qualität

Der manuellen Holzverarbeitung ebenbürtig wird auch das Oberflächenfinish des Laura Chavin Humidor ausschliesslich von Hand gestaltet. Hierzu werden die einzelnen Massivholzteile zunächst mehrfach grundiert. Erst im Anschluss an diese Vorbereitung werden die ersten Lackschichten des parafinfreien Polyesterlackes von erfahrenen Meistern Ihres Fachs manuell aufgetragen. Aus insgesamt zwölf Lackschichten besteht die Oberfläche des Humidor. Diese können jedoch nicht einfach nacheinander aufgetragen werden. Der höchste Qualitätsanspruch verlangt, dass die Holzteile nach jedem Lackauftrag einige Tage in absolut staubfreier Umgebung ruhen müssen.

In regelmässigen Abständen wird der getrocknete Lack von Hand zwischengeschliffen, erst danach folgt die weitere Lackierung Schicht für Schicht und der Ablauf wiederholt sich aufs Neue.

Immer wieder greifen die erfahrenen Lackexperten im Verlauf dieses wochenlangen Procedere zu speziellen Schleif- und Politurkörpern, deren Körnung immer feiner wird, um schlussendlich nur eines zu erreichen: eine nahezu spiegelglatte Oberfläche.

Nur eine derart sorgsam aufgebaute Lackstruktur gewährleistet einen aussergwöhnlichen Farbglanz gepaart mit einer unverkennbaren Tiefe. Nur so entstehen Oberflächen, die durch Licht zu höchster Brillanz erweckt werden und zum Signum eines jeden Laura Chavin Humidor gehören.


Patentiertes Befeuchtungssystem

Der HUMID’OR wurde entwickelt, um dem Aficionado den bestmöglichen Genuss des braunen Goldes zu ermöglichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihre Zigarren nur kurzzeitig perfekt verwahren möchten oder ob Sie auf eine über Jahre hinweg optimale Lagerung Wert legen, um Ihre eigenen, ganz persönlichen Jahrgangszigarren reifen zu lassen.

Seit Jahrzehnten ist für die internationale Fachwelt klar, dass Zigarren bei einem Feuchtigkeitsanteil von ca. 13 Prozent am besten zu rauchen und zu lagern sind. Die Zigarren sind geschmeidig, brennen gleichmäßig bei gutem Zug, die Tabake entfalten ihr volles Aroma und der Reifungsprozess kann selbst über Jahre hinweg seine uneingeschränkte Fortsetzung finden. Dennoch herrscht auch heute noch die landläufige Meinung vor, Cigarren würden in einem Humidor – ganz gleich, ob mit aktivem oder passivem System – bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 – 72 Prozent optimal lagern.

Doch dass sich diese Empfehlung ausschließlich auf eine Temperatur von 18 - 20 ° Celsius bezieht – weil der Feuchtigkeitsanteil der Cigarren hier tatsächlich ca. 13 Prozent beträgt – ist den allerwenigsten bekannt. Bedauerlicherweise steht die Mehrzahl der Humidore aber in einer Umgebung, die eine tiefere oder höhere Temperatur aufweist.

Genau dieses Problem haben wir in der mehrjährigen Entwicklungszeit gelöst. Im HUMID’OR erfolgt die Steuerung der Luftfeuchtigkeit weltweit erstmals nicht über die Konstanthaltung der Temperatur – welches den perfekten Reifungsprozess von Zigarren unterbindet - sondern über die optimale Steuerung der relativen Luftfeuchtigkeit in Anhängigkeit der jeweiligen Umgebungstemperatur. Auf dieses Verfahren besitzt Laura Chavin Cigars ein internationales Patent.

Im HUMID’OR unauffällig integrierte Sensoren messen im Minutentakt die aktuelle Temperatur und übermitteln sie an einen Microcontroller, der entsprechend diesen Informationen die notwendige relative Luftfeuchtigkeit errechnet und einstellt. Stellt der Microcontroller beispielsweise eine Temperatur von 23 ° Celsius im HUMID’OR fest, so regelt er die relative Luftfeuchtigkeit auf einen hinterlegten Wert, um den optimalen Feuchtigkeitsanteil von ca. 13% in den Zigarren beizubehalten.

Die eigens für Laura Chavin entwickelte Steuerungssoftware erlaubt eine exakte Berechnung der notwendigen relativen Feuchtigkeit unter Berücksichtigung von minimalsten Unterschieden in Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Diese innovative Technik findet ihre Fortsetzung auch im Inneren der separaten Befeuchtereinheit: der aseptische Feuchteschwamm wurde von einem renommierten Forschungsinstitut entwickelt und wird unter Nutzung der noch relativ jungen Nanotechnologie gefertigt.

Der spezielle Schwamm im Humidor von Laura Chavin ist durchsetzt von winzigsten Teilchen dreier Edelmetalle, die jahrelang eine Keim- und Bakterienbildung im Feuchtereservoir unterbinden. Eine unangenehme oder moderige Geruchsentfaltung im Humidor, die zuweilen auch das Zigarrenaroma übergeht, kann somit erst gar nicht entstehen.

Die Integration dieser innovativen Parameter im Laura Chavin Humidor erfolgt ganz bewusst nicht offensichtlich, sondern verborgen integriert im Steuerungs- und Befeuchtungsmodul, da es sich nur als Mittel zum Zweck versteht, um folgendes zu gewährleisten: das perfekte Zigarrenklima. Ganz gleich, ob nur wenige Tage lang zum baldigen Genuss oder über Jahre hinweg zur Kreation eigener Jahrgangscigarren.