Palmarès d'Éminence

Drei Jahre, nachdem Helmut Bührle im schwäbischen Hochdorf Laura Chavin Cigars gegründet hatte, machte die Natur der Tabakwelt ein großes Geschenk: den Jahrgang 1995. Tabake gediehen, von einer Intensität und Ausgewogenheit, die sie in besonderem Maß zur Reifung befähigten und für Cigarren prädestinierten, in denen sich Eleganz und Körper in seltener Weise vereinen.

Fünf Reifejahre später, das dreifache der üblichen Zeit, lässt Bührle das sorgsam bewahrte Naturgeschenk in La Romana, in der dominikanischen Laura-Chavin-Manufaktur, zu 7500 Cigarren des Formats Torbusto rollen. Gewöhnlich müssen sich Connaisseure, bis sie die erste solcher Köstlichkeiten rauchen können, auf zehn Wochen Nachreife in La Romana plus fünf Monate Endreife in Hochdorf einstellen. Helmut Bührle ließ sie mehr als acht Jahre warten. Für diese, in der Cigarrenwelt zuvor ungekannte Dauer verblieben die ersten Jahrgangs-Cigarren von Laura Chavin in ihrer Heimat, reiften im warmen, feuchten Klima der Karibik ihrer Vollendung entgegen.

Entstanden ist eine Cigarre, die man nicht „raucht“, sondern die sich ihres Rauchers bemächtigt. In den Momenten der ersten Züge kommt sie weich und schlank, mit der Zartheit eines Elfenflügels und der Milde des Frühlichts. Tropische Süße, wie die der Mangofrucht, legt sich an den Gaumen, gefolgt von sahnigem Karamell und weiteren Aromen des Glücks. Dann geht sie auf, wird unvermutet voll und üppig. Nichts an ihr erregt Gegenwehr, kein Partikel Widriges ist merklich, nichts beißt, kratzt, warnt. Sie kennt den Weg ins Zentrum unseres Willens, erzwingt wie spielerisch die Hingabe, spült mit verstörender sinnlicher Wucht die Seele an die Ufer des Vergessens. „Schloss man, um sie besser zu sehen, die Augen“, berichtet Helmut Bührle, „kam es zu einem Erlebnis von fast religiöser, spiritueller Natur.“ Dann, nach dem Abschied, lange anhaltende Impressionen von Eleganz und Kraft, von Intellektualität und Vielschichtigkeit; verbunden mit dem Gefühl zutiefst gestillten Lust. Für eine Andere ist in den verbleibenden Stunden des Tages kein Platz mehr.

Ihr Name, Palmarès d’ Éminence, stammt, wie der von allen Laura-Chavin-Cigarren, aus dem Französischen; aus der Sprache des Landes, das wie kein zweites die Kultur des Genießens über Jahrhunderte entwickelt und verfeinert hat.

Die Siegertafel der Vortrefflichkeit, wie man übersetzen könnte, tritt in zwanzig Exemplaren auf, geordnet in einer besonderen Kiste: Deren Grundriss, das Trapez, ist der konischen Form der Palmarès angepasst, dem Torbusto-Format. Denn eine Traum-Cigarre macht sich selbstverständlich auch die Gestalt ihres hölzernen Aufenthalts untertan.

Torbusto

Länge: 139 mm

Ringmaß: 58

Preis: 660 €